Die Finckensteins stam­men ur­sprüng­lich aus Ostpreußen, und ka­men erst durch Feldmarschall Albrecht Konrad von Finckenstein (1660-1735) in die Mark. Er wurde we­gen sei­ner mi­li­tä­ri­schen Verdienste im spa­ni­schen Erbfolgekrieg vom Kaiser 1710 zum Reichsgrafen er­ho­ben. Zwar er­baute er das be­rühmte Barockschloß Finckenstein in Ostpreußen, hielt sich in spä­te­ren Jahren je­doch in Berlin auf, da er der Erzieher der Kronprinzen und späteren Könige Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs II. war.

Durch diese Tätigkeit war sein Sohn Karl Wilhelm von Kindheit an mit dem Kronprinzen Friedrich be­freun­det. Er wurde spä­ter Kabinettsminister, was er bis zu sei­nem Tode 1800 blieb. Karl Wilhelm war es, der Madlitz 1751 er­warb. Trotz so­for­ti­ger Um- und Neubauten des Schlosses hielt er sich sel­ten dort auf, da seine Regierungsgeschäfte ihn bei Hofe hiel­ten.

Erst sein Sohn, Friedrich Ludwig Karl (1745-1818), machte Madlitz zum stän­di­gen Wohnort und zu ei­ner wich­ti­gen Stätte für die Kultur- und Kunstgeschichte der Mark. Der Präsident, wie er ge­nannt wurde, ließ sich mit sei­ner kin­der­rei­chen Familie hier nie­der und ver­wal­tete, mo­der­ni­sierte und ver­schö­nerte seine Besitzungen, för­derte Künstler und Wissenschaftler und wid­mete sich selbst der Landschafts- und Gartengestaltung, der Dichtung und der Musik. Alt Madlitz wurde zum Musenhof, in dem viele be­kannte Personen ver­kehr­ten -Ludwig Tieck, Achim von Arnim, Wilhelm von Humboldt, Clemens Brentano und Ewald von Kleist